1862–65 Schüler von S. Sechter und F. O. Dessoff am Wiener Konservatorium; 1865 Theaterkapellmeister in Laibach; an verschiedenen Provinzbühnen (u. a. 1868 am Stadttheater von Linz, wo er seine ersten Werke für die Liedertafel Frohsinn schrieb); 1874 Kapellmeister an der Wiener Hofoper; dirigierte 1875 die UA.en von K. Goldmarks Die Königin von Saba und von Rich. Wagners Tannhäuser in der Pariser Fassung; 1880–84 dirigierte er auch die Gesellschaftskonzerte (Gesellschaft der Musikfreunde) und leitete den Singverein; 1884–89 Dirigent des Boston Symphony Orchestra, das er zu einem führenden amerikanischen Orchester umgestaltete; kehrte 1889 nach Wien zurück; leitete 1890–95 als artistischer Direktor des Musikvereins wieder die Gesellschaftskonzerte; übersiedelte nach Dresden; 1898–1906 wieder Leiter der Bostoner Symphoniekonzerte; abermalige Rückkehr nach Wien. G. setzte sich in Wien wie in Amerika für die Werke A. Bruckners ein.
W: Operetten (Schön Hannchen); Ouvertüre; Requiem; Klavier- und Kammermusik; Lieder.
Lit: NGroveD 9 (2001); Czeike 2 (1993); BrucknerH 1996; ÖBL 1 (1957); StMl 1962–66; MGÖ 3 (1995); E. Bienenfeld in NFP 13.6.1936; J. N. Burk in MQ 31 (1945).
BB