Nach Ausbildung an der Wiener MAkad. Mitglied im Wiener Tonkünstlerorchester (den späteren Wiener Symphonikern ), 1918–28 1. Klarinettist bei den Wiener Philharmonikern, mit denen G. 1926 auf Südamerika-Tournee ging. Dort lernte er Jazz und v. a. den Klang des Saxophons kennen, dessen Beherrschung er sich autodidaktisch aneignete. 1928 gründete G. die Jazzkapelle Ch. G., die aber eigentlich Tanzmusik mit Jazzelementen spielte (eine Musik, die in Wien „die Jazz“ genannt wurde). G., als „Saxophon-Charly“ populär geworden, war darüber hinaus bis zu seinem Tod Kapellmeister u. a. des Kleinen Wiener Rundfunkorchesters und leitete auch das Wiener Jazzorchester. Zu seinen Schülern zählte u. a. K. Drewo.
P: Goldenes Band des Jazz 1931, 1932, 1933; Ehrenmedaille der Stadt Wien in Silber 1970.
W: Tanzmusik; Wienerlieder; Schlager (z. T. gem. m. H. Zeisner).
Lit: Czeike 2 (1993); Personenlex. Öst. 2001; Lang 1974 u.1986; Radiowelt 8 (1931) Nr. 5; MGÖ 3 (1995).
UH