Studierte in Wien Staatsverrechnungswissenschaft; absolvierte die MSch. Kaiser (Violine, Klavier, Harmonielehre); Harmonielehre-, Kontrapunkt- und Instrumentationsunterricht bei R. Heuberger; Primgeiger bei der Militärmusik in Wien; 1896–99 Studium am Konservatorium der GdM in Wien (Klarinette bei F. Bartolomey, Harmonielehre bei Franz Krenn); Kapellmeister in Finnland, Russland und Deutschland; 1901 Dirigent bei C. M. Ziehrer in Wien; erster Geiger und Orchesterdirektor bei E. Kaiser; dirigierte ab 1903 eigenes Salonorchester (Konzertorchester G.) bei Ausstellungen, Bällen, Konzerten und auf Tourneen (1908 in Amerika). 1912 Musikdirektor und Konzertdirektor des Wiener Rathauses, ab 1925 für die RAVAG tätig. Berühmt wurde sein Solostück für Bassinstrumente (eig. Fagott) mit dem Titel Mein Teddybär (erster Radiohit). G.s Tochter Marianne (* 1.12.1900) war als Pianistin (Studium bei R. Bass) und Musiklehrerin tätig.
P: Große silberne Medaille des Schubertbundes 1935; Ehrenring der Stadt Wien 1936; Ritterkreuz des Österreichischen Verdienstordens.
W: Mein Teddybär; Was hat das mit der Liebe zu tun; Gute Nacht, mein Wien; Wilde Rosen; Aus dem Wienerwald; Erst war es ein Viertel; Die alte Spieluhr spielt; Salzburger Suite.
Lit: Czeike 2 (1993); ÖBL 1 (1957); Lang 1986; Erhart 1998; Tonfilm, Theater, Tanz 4 (1936), H. 7; MGÖ 3 (1995); Kürschner 1954 (M. G.); Österreichische Radio Verkehrs-A.G. (Hg.), Radio-Wien Welle 530, 1924ff; Teilnachlass WStLB.
Sein Neffe Helmut Franz: * 24.1.1914 Wagstadt/Österreichisch Schlesien (Bílovec/CZ), † 17.7.1996 Krems a. d. Donau/NÖ. Pionier der Hawaii-Gitarre in Österreich. Bildete nach dem Zweiten Weltkrieg das Quartett Die Ramonas mit Heinz Koch, ebenfalls Hawaiigitarre, Hans Steinbach und Friedrich Sußmann, Jazzgitarren; mit diesem Ensemble zahlreiche Radiosendungen beim Sender Rot-Weiß-Rot und Schallplatten auf Elite Special.
Lit: Back 1992, 153; Mitt. MA 61 u. der Witwe.
BB/RW