Kompositionsstudien bei Karl Krebs in Hamburg. 1839 in Leipzig angeblich Unterricht bei Felix Mendelssohn Bartholdy. Nach Stationen in Paris und Wien gelangt E. 1841 nach Graz als Chorleiter der Männergesangvereine. 1858 eröffnet er eine Musikalienhandlung, das Bureau de Musique (Hofgasse/Franzensplatz 48), die er 1865 verkauft. Ab Februar 1858 prägt er das Grazer Kulturleben v. a. durch seine Matinées Musicales im Rittersaal des Landhauses, in denen das Grazer Publikum mit der Kammermusik R. Schumanns bekannt gemacht wurde. E. trat in diesen Konzerten als Pianist auf und war auch mit seinen Kompositionen erfolgreich. Zur selben Zeit erhielt er auch Anerkennung als Klavierlehrer (u. a. von Marie Tunner [1844–70]). 1867 Direktionsmitglied des Musikvereins für Steiermark. Anfang der 1870er Jahre übersiedelte er nach Wien. Zu seinen Kompositionen zählen v. a. Werke für das Klavier sowie Lieder mit Klavierbegleitung (s. Abb.). Wurzbach gibt die Zahl der Kompositionen mit mehr als 150 an.
W: zahlreiche Lieder (u. a. nach Gedichten von Nikolaus Lenau); Klavierwerke; Kammermusik (Streichquartette).
Kathinka: * 1.7.1822 Hamburg, † ?. Schülerin von H. Marschner; als Sängerin erfolgreich in Leipzig, Wiesbaden, Stuttgart und Hamburg, soll auch in Graz gelebt haben.
Lit: Mendel-R. 3 (1880); StMl 1962–66; Wurzbach 4 (1858 mit WV); F. Bischoff, Chronik des steiermärkischen Musikvereines 1890; AmZ 47 (1848); E. Hanslick, Geschichte des Concertwesens in Wien 1869; K. Stekl in Mitt. d. Steir. Tonkünstlerbundes 53/54 (1972).
IH