Eröd, Iván
* 2.1.1936 Budapest. Komponist und Pianist.

Studium an der Budapester MAkad. und, nach der Emigration 1956, an der Wiener MAkad. 1957–61 bei R. Hauser und K. Schiske (ergänzende Fortbildung bei den Darmstädter Ferienkursen). 1962–64 arbeitete E. als Korrepetitor an der Wiener Staatsoper und (1962–68) als Studienleiter der Wiener Festwochen. 1967–89 unterrichtete er Musiktheorie und Komposition an der Musikhochschule Graz und ist seither (1989) Prof. für Harmonielehre und Kontrapunkt an der MHsch./MUniv. Wien. E.s. Kompositionsstil ist deutlich durch die ungarische Volksmusik und die ungarische Moderne geprägt, doch sind auch dodekaphonische Einflüsse (Zwölftontechnik) und solche der amerikanischen Musik zu finden; seine Werke zeichnen sich durch Klarheit und Verständlichkeit aus.

P: Österreichischer Staatspreis 1970; Joseph Marx-Musikpreis des Landes Steiermark 1981; Preis der Stadt Wien für Musik 1986; Bartók Pásztory Foundation award 1993; Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2001.

W: dramatische Werke (Die Seidenraupen, Der Füssener Totentanz, Orpheus ex Machina), Chorwerke, Lieder (Milchzahnlieder, Krokodilslieder), Orchesterwerke, Kammermusik, Werke für Kl.

Lit: Chr. Heindl, I. E., Diss. Wien 1997; MGG 6 (2001); MaÖ 1997; NGroveD 8 (2001); Goertz 1989.

ETH