Nach einem ersten öffentlichen Auftreten im Alter von 9 Jahren begann E. ab 1825 am Wiener Konservatorium ein Musikstudium bei Joseph Böhm, J. Mayseder und I. Seyfried. Unter dem Einfluss von N. Paganini folgte E. ab 1829 diesem auf seinen Konzertreisen (1831–33 Unterbrechung für ein weiterführendes Violin-Studium in Paris) und spielte Paganinis Stücke nach dem Gehör mit großem Erfolg nach. E. erreichte als einer der wenigen Paganini-Nachahmer dessen Virtuosität und technische Perfektion und wurde dadurch zum Vorbild für die nächste Geiger-Generation (z. B. J. Joachim). E.s Sohn Alfred (1860–98) trat als Musikschriftsteller in Frankreich tatkräftig für das Werk von Hector Berlioz und Rich. Wagner ein (Übersetzung des Ring des Nibelungen in französische Sprache).
W: Orchesterwerke, Konzerte, Variationen, Klaviermusik, Werke für V. solo.
Lit: NGroveD 8 (2001); F. Elun, The life and works of H. W. E. (1814–1865), Diss. Ithaca/NY 1993; A. Heller, H. W. E. im Urteile seiner Zeitgenossen 1905; MGG 16 (1979); LdM 2000; ÖBL 1 (1957); Wurzbach 4 (1858).
ETH