1910–15 Studium an der Wiener Univ., 1913–20 bei A. Schönberg, anschließend als Dirigent an verschiedenen europäischen Theatern und als Filmmusik-Komponist tätig. 1924 Übersiedlung nach Paris, wo er zahlreiche Werke von Schönberg, A. v. Webern und Alban Berg erstaufführte und das Theater Der jiddische Spiegel gründete. 1934 erhielt D. für kurze Zeit einen Lehrauftrag an der Univ. in Madrid, arbeitete während des Zweiten Weltkriegs in Paris u. a. als Komponist für Revuen und übernahm dort nach 1945 eine Professur für Komposition an der École Normale de Musique (Schüler u. a. Sylvano Bussotti). Sein Bruder war F. Dorian/Deutsch.
W: Bühnenwerke (Schach 1923; La fuite 1946; Apothéose 1972); Symphonien; Orchesterstücke; Chöre; Lieder; Kammermusik; Musik zu Filmen (u. a. Die freudlose Gasse, Der Schatz).
Schr: über A. Schönberg, G. Mahler, Alban Berg und Peter I. Tschaikowski.
Lit: Orpheus im Exil 1995; MaÖ 1997; NGroveD 5 (1980); NGroveDO 1 (1992); Riemann 1972; F-A 2 (1974).
UH