Erster Musikunterricht bei den Eltern, dem Sängerehepaar Elisabeth (* 1756, † zw. 1809/19) und Gaetano C. (1746–1817); studierte in Berlin. 1791 Komponist und Musikdirektor des polnischen Grafen Oborsky, Aufenthalt in Berlin und Wien (Unterricht bei J. G. Albrechtsberger und A. Salieri); 1796 Kapellmeister des Fürsten J. Lobkowitz, wirkte in Wien, Raudnitz (Roudnice/CZ) und Eisenberg (Jezeří/CZ). Verheiratet mit Franziska, der Tochter von A. Kraft. Von seinen drei Söhnen wurde Joseph C. (1804–70) Kapellmeister der Lobkowitzschen Patronatskirche Maria Loreto am Prager Hradschin. Im Rahmen der Aufführung des Oratoriums Gioas von C. A. C. trat erstmals L. v. Beethoven in Wien als Pianist und Komponist auf.
W: Messen, Motetten, Oratorien (Gioas Re di Giuda, T: P. Metastasio), Kantaten (Der Götterbund in Oesterreich), Bühnenwerke (Die Geisterbeschwörung; Il segreto mit dem Quintett O come lieto in seno, das irrtümlich W. A. Mozart zugeschrieben wurde, KV Anh. 244); Symphonien, Konzerte.
Lit: MGG 15 (1973), 4 (2000); NGroveD 5 (2001); MGÖ 2 (1995); V. Schwarz in Haydn Yearbook 10 (1978); D. Klöcker in Oboe, Klarinette, Fagott 7 (1992); D. Klöcker in Rohrblatt 11 (1996).
BB