Bereits seit den 1960er Jahren wurden mehrfach in der Stiftskirche Konzerte durch den Pfarrprovisor Jakob Stingl veranstaltet; 1967 entwarf G. Theuring einen ersten Festivalplan. Der 1. C. S. wurde am 25.6.1969 eröffnet und sollte ein Gegengewicht zum Musikforum Ossiach (F. Gulda) bilden. 1970 wurde der Verein C. S. gegründet (Vorstand: H. Wobisch, N. Fheodoroff, Jakob Stingl); Intendant war bis zu seinem Tod 1980 H. Wobisch, seither G. Fröhlich. Neben der Spielstätte im Stift Ossiach (Kirche und Stift) konnte nach der Eröffnung des Kongresshauses Villach 1972 eine weitere Spielstätte eingebunden werden. Das Programm ist auf vier Schwerpunkten aufgebaut: Meisterkonzerte, Orgelkonzerte, Chor- und Orchesterkonzerte, die sog. Kirchenoper (einschließlich der Vergabe von Kompositionsaufträgen an zeitgenössische Komponisten wie H. Lauermann, D. Kaufmann und U. Küchl); Fachtagungen und seit 1982 ein spezielles Kinder-Festival ergänzen das Programm. Auch die Alte Musik wurde von Anfang an gepflegt (z. B. Aufführung der Carmina burana in der Rekonstruktion von R. Clemencic).
Lit: C. Kapsamer, C. S., Diss. Wien 1991; ÖL 1995.
ETH