Trat 1777 in den Staatsdienst (Hofsekretär), gründete 1789 eine Seidenzeugfabrik und war 1794–1807 leitender Direktor beider Wiener Hoftheater (1800–04 bei der künstlerischen Leitung unterstützt von K. A. Frh. v. Lichtenstein), seit 1796 auch Hofbankier. B. führte u. a. 1801 eine Bearbeitung von W. A. Mozarts Zauberflöte mit Neutextierung von Christian August Vulpius auf. Mozart hatte ihm seine Bläser-Serenade KV 361 zugeeignet. B.s Frau Josefine (ca. 1766–1838) wurden Klavierwerke u. a. von J. Haydn und A. Eberl gewidmet. B. kaufte 1804 von E. Schikaneder das Theater an der Wien; er war auch bedeutender Förderer von Kunst und Wissenschaft.
P: Ehrenbürger Wien 1802.
Lit: F. Hadamowsky, Wien. Theatergeschichte 1994; Czeike 1 (1992); ÖBL 1 (1957); Wurzbach 2 (1857; die dort angeführten Kompositionen sind von L. Frh. v. Braun).
UH