Bortkevič (Bortkiewicz),Sergej Eduardovič
* 28.2.1877 Charkov/RUS (Kharkiv/UA), † 25.10.1952 Wien. Pianist und Komponist.

Studierte in St. Petersburg Jus und 1896–99 am Konservatorium Klavier bei Karl van Arek und Komposition bei Anatol Ljadow. 1900–02 Studium in Leipzig bei Alfred Reisenauer (Klavier), Salamon Jadassohn und Carl Piutti (Musiktheorie). Lebte 1904–14 in Berlin, Konzertreisen durch Europa, unterrichtete nach Kriegsausbruch in Charkov, begab sich nach der Oktoberrevolution nach Jalta/UA und floh von dort 1920 nach Konstantinopel (Istanbul). B. war seit 1922 in Wien, unterrichtete 1945–48 Klavier am Konservatorium. Seine Werke stehen in der Tschaikowsky-Nachfolge, sind oft virtuos, aber auch sentimental-pathetisch.

W: Konzerte (darunter Klavierkonzert für die linke Hand für P. Wittgenstein, Klavierkonzert Per aspera ad astra), Österreichische Suite (1. Im Stefansdom, 2. Spaziergang im Wienerwald, 3. Wiener Walzer, 4. Wurstelprater), Jugoslawische Suite, 2 Symphonien; Klavier- und Kammermusik; Lieder.

Schr: Erinnerungen (1936) in Musik des Ostens 6 (1971); Die seltsame Liebe Tschaikowskys und der Nadezhda v. Meck 1938.

Lit: MGG 3 (2000); NGroveD 4 (2001); Czeike 1 (1992); MaÖ 1997; R. Feldman in Musik des Ostens 6 (1971).

BB