Nach Studium (Klavier, Violine) in Prag lebte er ab 1820 in Wien, wo er zunächst als Violinist am Theater an der Wien tätig war. Widmete sich bald ausschließlich dem Klavierspiel, trat kurzfristig als Virtuose auf und beschränkte sich dann auf das Unterrichten (u. a. Lehrer von Joseph Böhm). Spielte als erster öffentlich Klavierwerke seines Freundes Fr. Schubert, erweckte aber auch das Interesse L. v. Beethovens. Von den Zeitgenossen wurde v. a. seine Kunst der Improvisation geschätzt.
W: Klaviervariationen; Der erste Unterricht im Pianofortespiel mit 48 Melodien in 4 Heften.
Sein Sohn Heinrich: * 17.11.1850 Wien, † ?. Musiker und Musikpädagoge. Schüler seines Vaters und von Franz Krenn. 1878–87 Prof. für Orgel, Klavier und Musiktheorie an den k. k. Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalten. Führte die von seinem Vater gegründete Private Schule für vierhändiges Klavierspiel weiter.
W: Neue populäre Klavierschule; Salonstücke; achthändige Bearbeitung der 5. Symphonie von A. Bruckner.
Lit: MGG 3 (2000); MGG 15 (1973); Czeike 1 (1992); ÖBL 1 (1957); Wurzbach 1 (1856); Sturm 1 (1979); Riemann 1959; SchubertL 1997; Eisenberg 1893; Pazdirek I/2 (1904).
AH