Trat nach Gymnasialstudien 1809–17 in Kremsmünster in das Stift ein, war nach der Priesterweihe (1822) in verschiedenen Stiftspfarren als Seelsorger tätig, 1828–44 Prof. an den hohen Schulen, 1830–41 Regens chori. Er stammte aus einer Familie des Schubertkreises um J. N. Vogl in Steyr, lernte Fr. Schubert wahrscheinlich 1819 kennen, musizierte mit ihm zumindest bei einem von dessen Besuchen im Stift (1825) und war Empfänger mehrerer Schubert-Autographen. Er legte den Grund für die reiche Schubert-Sammlung in Kremsmünster, seine übrige Tätigkeit als Regens chori wird zu Unrecht abgewertet.
Lit: Kellner 1956; Kellner, Profeßbuch; R. Flotzinger in [Fs.] W. Dürr 2002; W. Dürr, Franz Schuberts Werke in Abschriften: Liederalben und Sammlungen = NGA VIII,8/II, 1975.
RF