Tochter des Univ.-Buchhändlers und Verlegers Rudolf Lechner. Studierte seit 1866 am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Violine, Klavier); dort lernte sie 1875 G. Mahler kennen, mit dem sie 1890–1902 eng befreundet war, ihn u. a. auch auf Konzertreisen begleitete. Ihre tagebuchartigen Aufzeichnungen aus dieser Zeit wurden nach ihrem Tod mehrfach publiziert (Erinnerungen an G. Mahler 1923, 1973, 1984). Sie spielte im nur aus Frauen bestehenden Streichquartett Soldat-Roeger 1895–1913 Bratsche und wurde wegen ihres weichen und üppigen Tons gerühmt. 1875–85 verheiratet mit Prof. Dr. Alexander Bauer von der Technischen Hsch. Wien.
Schr: Fragmente. Gelerntes und Gelebtes 1907; Tagebuch-Auszüge im Merker 1912 und in Musikbll. des Anbruch 1920.
Lit: K. Dreyfus et al., Die Geige war ihr Leben 2000; MGÖ 3 (1995); H. Killian (Hg), Gustav Mahler. Erinnerungen von N. B.-L. 1984.
UH