A. absolvierte die Lehrerbildungsanstalt Klagenfurt, an der er später lehrte, leitete zahlreiche Singstunden und -wochen (ab 1952 die Turnersee-Singwochen, die für die Volksmusikpflege in Kärnten und im restlichen Österreich wichtig wurden). Als Sammler, Forscher und Pfleger des Kärntner Volksliedes nach dem Vorbild J. Pommers und als Leiter des Kärntner Volksliedarchivs gab er zahlreiche Volkslieder seiner Kärntner Heimat in volkstümlichen vierstimmigen Sätzen heraus und erzielte große Vorbildwirkung im Chorwesen und Quartettsingen, auch durch Einbeziehen der Frauenstimmen. Sein wissenschaftliches Lebenswerk ist die nach Gattungen geordnete Repräsentativausgabe der Kärntner Volkslieder (Kärntens Volksliedschatz), zu der auch nach seinem Tod noch Folgebände erschienen.
Schr: Kärntner Liederbuch 1933; Das Singen in Kärnten 1961; Kärntens Volksliedschatz 1–12 (1960–75, von W. Deutsch abgeschlossen); Das A. Volksliederbuch 1983; Zu Lied und Musik in Kärnten, red. v. W. Deutsch/G. Anderluh 1987.
Lit: F. Koschier im JbÖVw 26 (1977); Lied und Brauch (A.-Festgabe) 1956.
GH/BB