Ausbildung u. a. in Bozen, 1946–48 am Konservatorium in Innsbruck, 1948–53 an der Wiener MAkad. (Komposition A. Uhl, Dirigieren H. Swarowsky), dann freischaffender Komponist und Mitarbeiter des Volksliedarchivs für Wien und Niederösterreich. 1957–63 war er Korrepetitor an der Volksoper Wien, 1963–65 Lehrbeauftragter für Musikalische Volkskunde an der Wiener MAkad., 1965–91 dort Leiter des von ihm gegründeten Instituts für Volksmusikforschung, der späteren Lehrkanzel für Geschichte und Theorie der Volksmusik (1979 o. Hsch.prof.). 1967–84 wirkte D. zudem als Referent für Volks- und Blasmusik sowie Programmgestalter im ORF-Landesstudio NÖ, auch als Mitarbeiter des Landesstudios Wien; 1975–79 Gestalter der Fernsehreihe Fein sein, beinander bleiben. 1992–99 war er Präsident des Österreichischen Volksliedwerkes.
P: Förderungspreis für Komposition Wien 1955.
Schr: Volksmusik. Österreichisches Sammelbuch 1984; Der Deutsche 1988; Hg.: Schriften zur Volksmusik 1969ff.; Corpus Musicae popularis Austriacae (Denkmäler der Volksmusik) (COMPA) 1993ff.
W: u. a. Bühnen- und Ballettmusik; Tänze, Märsche; Klavierstücke; Tierlieder-Kantate für Kinder; Lieder, auch Wienerlieder.
Lit: Lang 1986; MGÖ 3 (1995); Inst. f. Volksmusikforschung Wien (Hg.), [Fs.] W. Deutsch 1983; G. Haid (Red.), W. D. zum 60. Geburtstag 1984; G. Haid et al. (Hg.), [Fs.] W. Deutsch 2000; Who is who in Öst. 1997.
UH