Zmeskáll (Zmesskal, Zmeskál)Edler von Domanovecz(Domanowetz, Domanoviz) und Lestine,NikolausPaul (Miklós Pal)
get. 20.11.1759 Unterkubin (Alsókubin)/Ungarn (Dolný Kubín/SK) [* Lestin/Ungarn (Leštiny/SK)], † 23.6.1833 Wien. Beamter, Musikdilettant, Komponist.

Besuchte das Gymnasium in Neusohl (Banska Bystrica/SK) und studierte anschließend Philosophie und Jus an den Univ.en von Tyrnau (Trnava/SK) und Ofen (Budapest). Danach trat er in den Dienst der königlichen Tafel in Pest und kam 1784 nach Wien, wo er eine Anstellung bei der ungarischen Hofkanzlei erhielt. In seiner Wohnung veranstaltete Z. musikalische Akademien, in denen neben einheimischen Dilettanten auch ausländische Virtuosen aufgetreten sein sollen. Mit L. v. Beethoven stand Z., der als geschickter Amateur-Cellist galt, ab 1793 in freundschaftlicher Beziehung, Beethoven widmete ihm das Streichquartett op. 95 und schrieb vermutlich auch weitere Werke (z. B. Es-Dur-Duo für Viola und Violoncello WoO 32) für ihn. J. Haydn widmete ihm 1800 die bei Artaria erschienene Neuausgabe seiner Streichquartette Hob. III:31–36 (Sonnenquartette).

W: 15 Streichquartette u. weitere Kammermusik. – Nachlass in A-Wgm.

Lit: H. Ullrich in ÖMZ 32 (1977); H. Ullrich in Wr. Figaro 43 (1976); MGG 14 (1968); NGroveD 27 (2001); K. Vörös in Stud. mus. 4 (1963); Riemann 1961 u. 1975; F-A 1936; K. Wagner (Hg.), Abbé M. St. Seine Materialien zur Gesch. der Musik unter den österr. Regenten 1974; R. Klein in ÖMZ 26 (1971).

ChF