Zimbal
In diversen Ableitungen ein Ausdruck für verschiedene Hackbrettypen v. a. in Mittel- und Osteuropa, wie cimbalom in Ungarn, cimbaly in Russland, cymbali in Weißrussland u. a.

Das Wort Z. kommt aus dem griechischen κύμβαλον, das ein Schlaginstrument bezeichnete. In der österreichischen Unterhaltungsmusik spielt besonders das von József Schunda in den 1870er Jahren in Budapest entwickelte Konzert-Cimbalom eine große Rolle als Begleitinstrument in sog. Zigeunermusikkapellen. Dieses Instrument steht auf Standbeinen, hat pedalbetriebene Dämpfer und einen Umfang von vier chromatischen Oktaven. F. Liszt, Zoltán Kodály, Béla Bartók, Igor Strawinsky, G. v. Zieritz u. a. haben für dieses Instrument komponiert.

Lit: NGroveDMI 1 (1984) [Dulcimer]; MGG 9 (1998) [Zither].

GH