Zeiß, Valentin
* ?, † nach 1660 (Ort?). Orgelbauer, Tischler.

1624–32 in den Kirchenbüchern von Neuötting/D als „V. Heiß“ bezeichnet, lebte ca. 1634/35 in Schwaz/T und spätestens ab 1637 in Linz. Als Orgelmacher und Hoftischler stand er hier im Dienst Ferdinands III. Zwei Claviorgana mit Cembalo und Positiv (1639 und 1646) sind (gesichert) erhalten. Das zwischen 1634/37 entstandene Positiv in der Schlosskapelle Freundsberg bei Schwaz (im 18. Jh. verändert) wird ihm zugeschrieben. Eine 1653 von Abt Johannes Westhaus für die Stiftskirche in Geras angekaufte Z.-Orgel verbrannte 1730. Z. hat auch 1642 das Hornwerk in der Stiftskirche Kremsmünster und 1653–56 Altarbauten für das Stift Heiligenkreuz errichtet.

W: erhalten nur 2 Claviorgana (1639, heute im Salzburger Museum Carolino Augusteum; 1646, heute im Schloss Aistersheim/OÖ).

Lit: R. Hopfner in A. Huber (Hg.), Das österr. Cembalo 2001; R. G. Frieberger in Ders. (Hg.), Beiträge zum oberösterr. Orgelbau 1996; J. H. v. d. Meer in Kunst-Jb. der Stadt Linz 1967; Kellner 1956; J. Stenzl et al. (Hg.), Salzburger Musikgesch. 2005; Eberstaller 1955; MGG 16 (1979), 1452 [Abb. Tafel 86]; MGÖ 2 (1995); eigene Recherchen.

UH