17-jährig von C. M. Ziehrer in die Kapelle der Hoch- und Deutschmeister engagiert, in der er besonders mit dem Jonglieren seiner Trommelschlägel Aufsehen erregte und den Spitznamen „Deutschmeister-Wolferl“ bzw. „Tambour-Wolferl“ erhielt. Ab 1923 spielte er auch bei den Bühnenauftritten der Deutschmeisterkapelle.
G: Gedenktafel Boerhaavegasse 23 (Wien III); Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Sein Sohn Fritz (Friedrich; genannt „Wolferl“): * 29.9.1899 Wien, † 25.6.1974 Wien. Kapellmeister, Komponist. Studierte an der Wiener MAkad. Violine und Dirigieren, arbeitete bis 1938 bei der RAVAG, nach dem Zweiten Weltkrieg, aufgrund schwerer Verwundung von einer Virtuosenlaufbahn abgehalten, als Kino- und Theaterkapellmeister. Als Komponist machte er sich mit zahlreichen Wienerliedern nostalgischen Charakters einen Namen. Seit 1924 war er mit A. (Maly) Nagel verheiratet.
P: Silbernes Verdienstzeichen des Landes Wien; Goldene Robert-Stolz-Plakette.
W: I häng an meiner Weanastadt; Geh’ langsam durch die alten Gassen; I muaß alle Tag mei Weanalied hör’n.
Lit: Czeike 5 (1997).
UH