Ist wahrscheinlich ident mit jenem „Johannes Organista de Monaco“, der 1454 in Wien immatrikuliert wurde, aber bereits ab Ende Juli 1455 als Succentor des eben erst berufenen Schulmeisters J. Prenner in Trient fassbar ist. Er wurde hier zweifellos auch mit J. Lupi bekannt und setzte (nunmehr auch unterstützt durch Gehilfen) seine ebenso zweifellos schon vorher (1453) begonnene Schreiber- und Sammlertätigkeit für die vier jüngeren Trienter Codices fort. 1459 wurde er selbst Schulmeister (bis 1465, Nachfolger Peter Schrott) und Kaplan des Bischofs J. Hinderbach. Offenbar hat er später (zw. 1477/80) seine unterbrochenen Univ.sstudien wieder aufgenommen (1490 bezeichnet er sich selbst als Dr. utr. jur.). Neben anderen Pfründen war er 1464–90 Pfarrer von Tione/I (Judikarien), 1471 wurde er auch Hofkaplan Hzg. Sigismunds v. Tirol (ohne Residenzpflicht).
Lit: P. Wright in Early Music History 6 (1986) u. 22 (2003); F. Schneller in Zs. d. Ferd. 3/40 (1896); M. Gozzi in K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 1 (2001); Strohm 1993; M. Gozzi, Il manoscritto Trento, Museo Provinciale d’Arte, cod. 1377 (Tr 90), 2 Bde. 1992.
RF