Studierte Medizin, war später als Stabsarzt und auch karitativ tätig. Nahm Teil an Zusammenkünften von Wagnerianern (Rich. Wagner) im Hause R. v. Kraliks; 1881 entstand daraus die Sagengesellschaft, der auch G. Mahler angehörte. W. war der Verfasser der 1881 von der Deutschen Zeitung (unter 1.570 Mitbewerbern) mit 100 Dukaten prämierten „Nationalhymne der Deutsch-Österreicher“ (Lied der Deutschen in Oesterreich „Anheben laßt uns allzusamm’ ein Lied von starkem Klange…“); als Lyriker besaß er zwar ein „engbegrenztes“ Talent, seine Gedichte gehörten aber „in ihrer Art zum Schönsten“ „der letzten Jahre“. Die „Hymne“ wurde 1882 unter dem Titel Volkslied (WAB 94) von A. Bruckner vertont, wieder „für ein Preisausschreiben“, bei dem dann jedoch keine Preise verteilt wurden.
W: Nationalhymne der Dt.-Österreicher in Augsburger Ztg. 3.1.1882, Beilage 3; Gedichte 1885 u. 1919; gem. m. R. Kralik v. Meyrswalden, Dt.e Puppenspiele 1885; medizinische Fachlit. über Feldlaboratorien etc.
Lit: BrucknerH 1996; Eisenberg 1893; Wurzbach 57 (1889), 80; E. Wechsler, Wr. Autoren 1888; MGÖ 3 (1995).
UH