Ziel war und ist es, einerseits das Werk durch die Annahme der W. „auf eine besondere Stufe“ zu stellen, andererseits waren damit auch für den Widmenden Ehren und Benefizien verbunden. Die W. ist ein Phänomen, das ab der Frühneuzeit auftritt und mit der neuen Akzentuierung der individuellen Persönlichkeit (des Künstlers wie des W.strägers) in Zusammenhang steht. Die W. wird für gewöhnlich vom Komponisten in Form eines dem Werk vorangestellten W.sbriefes ausgesprochen (seltener bei Sammelwerken durch den Verleger/Herausgeber (z. B. Parnassus Musicus Ferdinandeus von G. B. Bonometti 1615), das Werk dem W.sträger persönlich oder durch einen Mittelsmann überreicht. Die Annahme der W. an einen Höhergestellten war meist mit der Überreichung eines Ehrengeschenkes an den Widmenden und der Zusicherung der Übernahme der Druckkosten verbunden.
Lit: E. Th. Hilscher in StMw 41 (1992); eigene Forschungen.
ETH