Schüler des Prager Konservatoriums und Max Regers in Leipzig/D (1916). 1922/23 war er Kompositionslehrer in Ithaka, New York/USA, später Dramaturg beim Slowakischen Nationaltheater in Pressburg (Bratislava) und lebte bis 1937 als Komponist in Prag, 1932 auch in Baden bei Wien und emigrierte dann über Frankreich 1939 in die USA (Exil). Mit seiner 1927 in Prag uraufgeführten, volkstümliche Melodien verwendenden, glänzend instrumentierten und der Form der Wiener Operette nahe stehenden Oper Švanda Dudák (dt. EA als Schwanda der Dudelsackpfeifer 1928 in Breslau [Wrocław/PL]) wurde er schnell bekannt. Er knüpfte an die Musik seiner tschechischen Vorgänger Fr. Smetana, A. Dvořák und V. Novák an, verwendete Nationaltänze und Volksliedmelodien (Folklore) aus seiner Heimat wie aus dem Ausland, auch Synagogalgesänge. Für Wien schrieb er 1937 die Oper Wallenstein.
W: Opern; Operetten; Pantomime; Bühnenmusiken; Symphonie Aus Tirol 1961; Walzer-Ouvertüren; symphonische Dichtungen; Saxophon-Konzert; Tänze; Orgelstücke; Kammer- u. Klaviermusik; Chorwerke; Lieder. – Nachlass im J. W.-Archiv in Jerusalem/IL.
Lit: NGroveD 27 (2001) [m. WV]; NGroveDO 4 (1992); MGG 14 (1968) u. 16 (1979); Österr. Musiker im Exil 1990; Riemann 1961 u. 1975; Orpheus im Exil 1995; Müller-Asow 1929; Stieger IV/1 (1982); F-A 1936 u. 2 (1978); Ulrich 1997; MGÖ 3 (1995).
UH