Sohn der Wiener Schauspielerin und Operettensängerin Helene W., ca. 1880 verh. Wittmann (* ca. 1837 Wien, † 2.12.1898 Abbazia/Küstenland [Opatija/HR]), erhielt Musikunterricht in Dresden/D und 1874–80 in Genf/CH, studierte dann an der Hsch. für Bodenkultur in Wien, 1880–85 auch Komposition und Instrumentation und wurde Bankangestellter, ehe er sich der Komposition zuwandte und mit dem Walzer Äolsharfenklänge bekannt wurde. 1887 erlebte seine erste Operette, Pagenstreiche, nach einem Libretto seines Stiefvaters H. Wittmann ihre UA in Wien. Um 1900 gehörte W. neben C. Millöcker, F. v. Suppè und C. Zeller zu den erfolgreichsten Vertretern der Wiener Operette, bis F. Lehár mit seiner Generation die Führung übernahm.
G: W.-Platz (Wien XIII).
P: Franz Josephs-Orden 1913; Prof.-Titel 1928; Ehrenpension ab 1929.
W: Oper Das Sonnenkind 1929; über 20 Operetten (Der Adjutant 1889; Die Ulanen 1891; Der Schmetterling 1896; Adam u. Eva 1899; Die Diva 1900; Die romantische Frau 1911; Der Frechling 1912; Die Liebesinsel 1928); Singspiel Der alte Silbergulden 1936; Pantomimen; Ouvertüren; Schlaraffenland-Phantasie; Tänze; Quartette; über 200 Lieder; Couplets.
Lit: Czeike 5 (1997); Kosch 5 (2004); Lang 1986; DBEM 2003; MGG 14 (1968); Personenlex. Öst. 2001; Riemann 1961; Müller-Asow 1929; Eisenberg 1893; F. Planer (Hg.), Das Jb. der Wr. Ges. 1929; Stieger 4/1 (1982); Bauer 1955; Ulrich 1997; F-A 1936 u. 2 (1978); Wurzbach 54 (1886), 21f [H. W.-Wittmann].
UH