1778–80 Ausbildung bei Franz Fitzinger (* zw. 1721/23, † 1785). Bis 1784 war J. W. als Trompeter in Militärkapellen tätig. 1795–ca. 1812 (1819?) war er Trompeter der Wiener Hofoper. Ab 1802 war er Exspektant, 1812–26 kaiserlicher Hoftrompeter.
Seine Brüder
Franz: * ? Mödling, † ?. Trompeter. F. W. wurde 1778–80 von Martin Neugebauer († 1784) ausgebildet. Ab 1778 war er Trompeter bei verschiedenen Militärkapellen. Ca. 1798 wurde er in das Hoftheaterorchester aufgenommen.
Anton: * 9.6.1766 Landstraße (heute Wien III), † 20.9.1852 Wien. Trompeter, Trompetenbauer. Nach seiner Ausbildung (1785 Freisprechung) beim Hoftrompeter Johann Peter Neuhold (1724–1801) und dem Dienst in verschiedenen Militärkapellen wurde W. 1792 Mitglied der Wiener Hoftheater. Ab 1796 war er Exspektant, 1799–1819 kaiserlicher Hoftrompeter, 1819–50 kaiserlicher Oberhoftrompeter. W. erfand gegen 1793 die sog. Klappentrompete, auf der auch die chromatische Skala gespielt werden konnte (Trompete). 1796 schrieb J. Haydn sein Trompetenkonzert für W. und sein Instrument. 1802/03 unternahm er eine Konzerttournee nach Deutschland, Frankreich und England. 1804 führte er das ebenfalls für ihn komponierte Trompetenkonzert von J. N. Hummel erstmals in Eszterháza auf. Ab 1820 verlor die Klappentrompete an Attraktivität. W. entwickelte auch ein Klappenhorn (Blechblasinstrumente), das u. a. 1813 in Wien von seinem Sohn Joseph gespielt wurde.
Dessen Söhne
Joseph: * ca. 1798 Wien, † 4.6.1832 Wien. Trompeter. War vor 1816 bis nach 1827 Trompeter der Niederösterreichischen Landschaft. Er galt als Virtuose auf der Klappentrompete.
Ferdinand: * 19.10.1818 Wien, † 19.3.1895 Wien?. Pauker. Ausbildung durch seinen Vater. F. W. war zunächst Pauker im Theater in der Josefstadt und am Theater an der Wien, bevor er ab 1848 Exspektant und 1855–88 kaiserlicher Hofpauker war. Sein Sohn Ferdinand d. J. (* ca. 1849, † 10.3.1898 Wien) war Violoncellist im Hofoperntheater und in der Hofmusikkapelle (ab 1869 oder 1874 Exspektant, ab 1883 Mitglied).
Der aus Ungarn gebürtige Emmerich (Imre) W. (1792–1859) war Fagottist und gab gemeinsam mit dem Flötenvirtuosen P. Amtmann zahlreiche Konzerte in ganz Europa.
Lit: Lindner 1999; A. Lindner, A. W. (1766–1852), Dipl.arb. Wien 1993; NGroveD 27 (2001) [A. W.]; Wurzbach 53 (1886) [A. W.]; Riemann 1961 [A. W.]; R. Heuberger in Die Musik 7/4 (1907/08); EitnerQ 10 (1904) [A. W.]; E. Hanslick, Gesch. des Concertlebens in Wien 1869 [A. u. J. W.]; NGroveDMI 3 (1984) [A. W.]; F-A 1936 [A. W.]; Th. Antonicek in StMw 29 (1978), 190; ZeneiL 3 (1965) [E. W.]; WStLA (TBP 1832, 1898).
BB