Volkmann, FriedrichRobert
* 6.4.1815 Lommatzsch bei Dresden/D, † 29.10.1883 Budapest. Komponist.

Sohn eines Lehrers und Kantors, der ihm ersten Klavier- und Orgelunterricht zuteil werden ließ. 1832–36 besuchte er das Gymnasium in Freiberg/D, musikalischen Unterricht erhielt er hier von August Ferdinand Anacker. 1836–39 war V. Schüler Carl Ferdinand Beckers in Leipzig/D, wo er mit R. Schumann zusammentraf und von Felix Mendelssohn Bartholdy beeinflusst wurde. 1841 kam er über Prag und Szemeréd/H nach Budapest, das er abgesehen von einem Wien-Aufenthalt 1854–58 nicht mehr verließ. Sein Großneffe war der Kunsthistoriker und Musikwissenschaftler Hans V. (* 29.4.1875 Bischofswerda/D, † 26.12.1946 Dresden), der u. a. ab 1925 Musikgeschichte an Orchesterschule der Staatskapelle Dresden lehrte.

G: R.-V.-Straße (Leipzig); R.-V.-Allee (Lommatzsch).

P: Ehrenmitglied der GdM 1876.

W: 2 Symphonien, 3 Serenaden, 4 Ouvertüren, Violoncellokonzert, Konzertstück f. Kl. u. Orch., 6 Streichquartette (s. Abb.), 2 Klaviertrios, Klaviermusik, 2 Messen f. Männerchor, Motetten, Lieder.

Lit: MGG 13 (1966); NGroveD 26 (2001); Riemann 1961 u. 1975; Wurzbach 51 (1885); F-A 1936; R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der K. k. GdM 1912, 284; MGÖ 3 (1995).

ChF