Völgyfy, Familie
Johann: * 14.8.1850 Hainburg/NÖ, † 12.4.1923 Hainburg. Regens chori, Komponist.

Nachdem er in Wien Klavier- und Violinunterricht erhalten hatte, war er Geiger in der Kapelle W. Fahrbachs und studierte Orgel und Theorie (bei Fr. Krenn) am Konservatorium der GdM; 1871 Staatsprüfung. 1872–1922 war er Chorregent in Hainburg, wo er auch die MSch. führte und den Chorverein Haydn gründete und leitete.

W: Kirchenmusik (u. a. Messen, Requien); Chöre, Tänze.

Sein Sohn Hans: * 4.6.1880 Hainburg, † 1.10.1961 Wien. Chorleiter, Dirigent, Komponist und Organist. War Sängerknabe im Stift Göttweig und studierte 1894–1902 am Konservatorium der GdM Klavier, Orgel, Komposition und Chorleitung. Er war als Organist in mehreren Wiener Kirchen tätig. 1902–20 war er Chordirektor in Bad Ischl, wo er ab 1903 den MGV leitete (1908–10 Bundeschormeister von Oberösterreich und Salzburg) und eine MSch. sowie einen Kirchenmusikverein gründete. 1920 ging er nach Wiener Neustadt, unterrichtete an der Lehrerbildungsanstalt und dirigierte den Konzertverein. 1933 übernahm er auch den Chor der Pfarre Neukloster. Ab 1926 wirkte er in Baden als Dirigent. 1936 übersiedelte er nach Wien, wo er Prof. an einem Gymnasium und Organist des Schottenstiftes war. Ab 1947 im Ruhestand.

W: Kirchenmusik (Messen, Tantum ergo), Chöre (Ode an Österreich f. Chor, Solo u. Orch.); Werke f. Orch., Kammermusik, Stücke f. Kl. u. Org.; Lieder.

Lit: Erhart 1998; Müller-Asow 1929 [H. V.]; F-A 1936 [Völgyty].

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