1616–20 war er an der Domkapelle von Verona/I als Zinkenist angestellt, 1618 studierte er an der dortigen Akolythenschule und beim Domkapellmeister St. Bernardi. Ab spätestens Februar 1627, als er das Testament von G. B. Bonometti als Zeuge unterzeichnete, war er als Instrumentalist an der Hofkapelle K. Ferdinands II. bedienstet, und zusätzlich hatte er von spätestens 1630–37 die Funktion eines Kapellmeisters im Hofstaat des Thronfolgers Ferdinand III. inne. Als dieser 1637 Kaiser wurde, musste er sich mit der Vizekapellmeisterstelle begnügen. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde er vom Bruder des Kaisers, Erzhzg. Leopold Wilhelm, zum Kapellmeister seines Hofstaats ernannt und geriet auf einem von dessen Feldzügen im November 1642 bei Breitenfeld/D in schwedische Gefangenschaft, in der er vermutlich starb.
W: Kirchenmusik (Messen, Litaneien, Motetten u. a.), Canzonen; weitere Werke (u. a. 5 Messen), in einem Inventar des Erzhzg.s Leopold Wilhelm genannt, sind verloren.
Lit: Knaus 1967; E. Paganuzzi et al., La musica a Verona 1976; NGroveD 26 (2001); R. Schreiber, „ein galeria nach meinem humor“. Erzhzg. Leopold Wilhelm 2004; HKA (Hofquartierbuch 51 [23.7.1643]).
HS