Einer österreichisch-kroatischen Famile entstammend, aufgewachsen in Wien, wurde er hier (bei K. Öhlberger) und später in Detmold/D (bei Albert Hennige) ausgebildet. 1962–67 spielte er bei den Bamberger, 1967–84 bei den Wiener Symphonikern und unterrichtete dann bis 1992 am Mozarteum in Salzburg, bis 2003 war er Prof. an der Wiener MHsch. (MUniv.). Er war Mitglied des Concentus Musicus Wien , des 1968 zusammen mit W. Schulz und H. E. Deutsch gegründeten Trio Vienna, der Chamber Music Society of the Lincoln Center in New York/USA sowie des Ensembles Wien-Berlin und tritt – z. T. auch als Dirigent von Kammerorchestern bzw. Bläserensembles – bei den wichtigsten Musikfestivals auf. Er spielt modernes und Barock-Fagott. Als Solist, Kammermusiker bzw. Orchestermitglied ist er auf über 200 Plattenaufnahmen präsent. Er trat auch zwei Jahre als Präsentator eines Musikquiz im ORF auf.
P: Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst 1. Klasse 2001.
Schr: Analytische Überlegungen zum klassischen Bläser-Konzert am Beispiel von Mozarts Fagott-Konzert KV 191, 1981; Was Musiker tagsüber tun. Senza sordino 1998; Hast Du Töne? 2005; gem. m. M. Mertl: Die seltsamsten Wiener der Welt. Nikolaus Harnoncourt u. sein Concentus Musicus 2003; Essays, Rezensionen, Glossen.
Lit: NGroveD 25 (2001); Salzburger KulturL 1987; W. Dobner in Die Presse 4.7.1992; MGÖ 3 (1995); Slg. Moißl; eigene Recherchen.
UH