Der Sohn einer Wiener Bürgerfamilie mit mehreren Geschwistern wurde 1522 an der Univ. Wien immatrikuliert; die Identifizierung mit einem am 4.10.1562 in Wien verstorbenen „Jacobus Thuri[n]ger“ ist hingegen unsicher. Eindeutig aus seiner Studentenzeit stammen zwei Handschriften, eine davon eine Lautentabulatur, die als solche die dzt. (2006) älteste bekannte in Österreich darstellt (A-Wn 9704). Sie enthält ausschließlich Lieder, Tänze und Oden, basiert z. T. auf H. Judenkunig, lässt aber auch andere Vorbilder und Prinzipien (M. Neusiedler) erkennen. Über den weiteren Lebensweg Th.s ist nichts bekannt.
Lit: R. Flotzinger (Hg.), Das Lautenbüchlein des J. Th. = MAM 27 (1971).
RF