1951–56 Klavier- und Theorieunterricht am privaten Institut für Jazzmusik von W. Heidrich. Ab 1953 Studium der Geschichte und Geographie an der Univ. Wien, ab 1955 Schulmusikstudium an der Wiener MAkad. (1959 Lehramtsprüfung für Musik und Geschichte, 1973 Mag. phil.). Ab 1959 Gymnasiallehrer in Bruck an der Mur/St. 1959–61 Besuch des Sonderlehrgangs für Klangreihen-Komposition bei O. Steinbauer an der Wiener MAkad. Ab 1968 studierte Th. Orchesterleitung an der Grazer MAkad./MHsch. bei M. Heider (1972 Diplom, 1984 Mag. art.). Ab 1970 Leiter, 1974–95 Direktor der Städtischen MSch. in Kapfenberg und Leiter des Orchesters der Gesellschaft der Musikfreunde. Sein kompositorisches Werk umfasst sowohl Jazz und Jazzverwandtes als auch Zwölftonwerke nach Steinbauers Methode. Seit den 1970er Jahren tritt er zunehmend als Pianist v. a. eigener Boogie-, Swing- und Latin-Kompositionen auf.
P: Silbernes Ehrenzeichen f. Verdienste um die Republik Österreich 1984; Stadtmusikdirektor von Kapfenberg 1984; Prof.-Titel 1990; Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark 1995.
W: Werke f. Klavier (Knusprige Klavierspäßlein f. kleine u. große Kinder 1963, Sonate 1963), Kammermusikbesetzung (Quintett f. Fl., Hf., V., Va. u. Vc. 1961), Chor (2 x 5 Chorlieder nach Gedichten v. Wilhelm Busch 1968) u. Orchester (Concertino f. Sax. u. Streichorch. 1961, Konversation zw. Kl. u. Streichorch. 1964, Orchestersonate in einem Satz 1967); songartige (Musikalisch-graphische Parodie Die Zaubergeige [T: Erik Erikson = E. Eder de Lastra]) u. swingende Kompositionen (CDs green & white 1994, Swing & Latin Compositions 2002); Gelegenheitskompositionen (Vertonung von Wr. Gedichten für die Schlaraffia, Festmusik f. Orch. 1971).
Lit: B. Boisits in Mitt. d. Steir. Tonkünstlerbundes 95/2 (1995) [m. WV]; Who is who in Öst. 1997; http://web.utanet.at/theilgu1/ (1/2006); pers. Mitt. G. Th.
BB