Studierte am Bruckner-Konservatorium Linz (Klavier, Orgel, Kontrabass, Tonsatz) und bis 1959 an der Wiener MAkad. (Musikerziehung, Orgel, Klavier) sowie an der Univ. Wien Geschichte. In Rom 1954 Philosophie- und Theologiestudien, daneben Ausbildung in Orgel, Gregorianik und Chorleitung. Priesterweihe 1955. Er war als Chorleiter und Organist im Zisterzienserstift Wilhering und als Musikerzieher am Stiftsgymnasium (1960–77) tätig. Am Linzer Musikgymnasium, wo er ab 1974 unterrichtete, leitete er auf hohem Niveau einen Chor und ein Orchester. 1970–84 war er Lehrer für Korrepetition am Bruckner-Konservatorium, 1981–86 Domkapellmeister in Linz. In seinen Kompositionen (oft Gebrauchs- bzw. Auftragsmusik) legt S. auf das „spielerische, unterhaltsame Element“ großen Wert, wobei er verschiedenste Stile und Ausdrucksformen verwendet. Zu seinen Schülern gehört F. Welser-Möst.
P: Förderungspreise (1970, 1979) u. Kulturpreis (1977) des Landes Oberösterreich; Heinrich-Gleißner-Preis 1983; Kulturmedaille der Stadt Linz 1984; Anton-Bruckner-Preis 1996; Ehrenring der Marktgemeinde Wilhering 1996; Goldenes Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich 2002.
W: Werke f. Orch. (2 Symphonien); Kammermusik; Oper In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa UA 1984; Kantaten, Chöre, Lieder.
Lit: Musikalische Dokumentation B. S., hg. v. IÖM 1995 [WV]; MaÖ 1997 [mit WV]; Goertz 1994; F-A 2 (1978); MGÖ 3 (1995); Die Presse 4.4.2002; http://home.schule.at/user/balduin_sulzer/ (10/2005).
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