Über sein Leben ist wenig bekannt. In frühen Jahren dürfte S. in der Tradition der fahrenden Spielleute viel auf Wanderschaft gewesen sein, wahrscheinlich hat er sich einige Zeit am Hof Hzg. Albrechts II. (1330–58) in Wien aufgehalten, möglich sind auch längere Aufenthalte bei Kg. Ludwig I. von Ungarn (1326–82) und in Bayern. Ca. 1377 ließ sich S. in Wien nieder, wo er ein Vertrauter von Hzg. Albrecht III. (1348–95) wurde, den er 1377 auf seinem Kreuzzug gegen die heidnischen Litauer und Samogitier begleitete (wie auch H. v. Montfort und O. v. Wolkenstein). Er gilt als einer der Hauptvertreter der mittelalterlichen Herolds- und Wappendichtung.
P: S.platz (Wien X) 1875.
W: 52 oder 53 Dichtungen (heraldische Totenklagen und Preisreden [„Ehrenreden“], politisch-didaktische und geistliche Gedichte, Minnedichtungen). – Ausg.: A. Primisser (Hg.), P. S.s Werke aus dem vierzehnten Jh. 1961 (ND der Ausg. 1827).
Lit: Verfasserlex. 9 (1995); C. Brinker, Von manigen helden gute tat. Gesch. als Exempel bei P. S. 1987; St. C. van d’Elden, P. S. and Heraldic Poetry 1976; O. Weber, P. S. Studien über sein Wesen u. Werk 1937; ADB 37 (1894); F. Kratochwil in Jahresbericht des k. k. Ober-Gymnasiums in Krems 1871; Czeike 5 (1997); MGÖ 1 (1995).
ChF