Stubenberg, Anna Gräfin von
* 9.8.1821 Graz, † 1.12.1912 Graz. Komponistin.

Verbrachte ihre Jugend v. a. in Pest (Budapest), wo bald ihr großes Improvisationstalent auffiel. Bis etwa 1880 komponierte sie in erster Linie Salonmusik und Gesellschaftstänze im polnischen (Polka, Mazurka) und ungarischen Nationalkolorit (Csárdás; Zigeunermusik), danach folgten fast ausschließlich Lieder und Tänze im (steirischen) Volkston. Weit verbreitet waren die von F. Blümel für 4-stimmigen Männerchor eingerichteten Lieder (u. a. aufgeführt beim Sängerfest 1899 in Milwaukee, Wisconsin/USA). St. war eine Cousine von E. v. Staudach. In erster Ehe (ab 1840) war sie mit Johann Rémekházy von Gurahoncz verheiratet, in zweiter (1848) mit Friedrich Graf Zichy und in dritter (ab 1872) mit Otto Graf Buttlar Frh. von Brandenfels.

G: Gedenktafel am Geburtshaus in Graz, Hans-Sachs-Gasse 2 (im Zweiten Weltkrieg zerstört).

P: Sternkreuzorden; Elisabethorden I. Klasse; Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“.

W: Lieder, Chöre, Klavier- u. Orchesterwerke (Tänze, Balladen).

Lit: Marx/Haas 2001; Wurzbach 40 (1880); StMl 1962–66 [Buttler-St.]. – Musikalischer Nachlass: Steiermärkisches Landesmuseum Joanneum Graz u. Institut f. Musikwissenschaft der Karl-Franzens-Univ. Graz.

BB