1911–15 studierte er Geige, Dirigieren und Komposition am Neuen Wiener Konservatorium, daneben Klavierunterricht bei R. Robert, 1915/16 Studien an der Wiener MAkad. (u. a. bei F. Schreker und K. Prohaska). Nach dem Ersten Weltkrieg war er 1919–21 Bratschist im Wiener Staatsopernorchester, danach Dirigent in Lübeck/D, Prag, 1925/26 an der Volksoper Wien und 1928–30 im damals französischen Saarbrücken (heute D). 1930 emigrierte er nach Frankreich (Exil). Nach vorübergehender Internierung gab er 1945–47 Konzerte in Algier. 1947–51 gründete und leitete St. die MHsch. Saarbrücken, 1951–70 war er Direktor des Konservatoriums Grenoble, wo er auch ein Symphonieorchester ins Leben rief.
P: Ritter der Ehrenlegion 1954.
W: Oper Weiße Nächte 1929–31 (UA 1936); Oratorien (Détresse et Espérance); Werke f. Orch. (4 Symphonien, Konzerte); Kammermusik; Lieder. – Nachlass: WStLB, Musikslg.
Schr: Über Bach 1973; Souvenirs de la vie lyrique à Vienne 1975.
Lit: P. Barrère, E.-P. St. dirige un orchestre symphonique (1952–1969), 1998; P. Barrère, E.-P. St. Portrait d’un chef d’orchestre entre 1898 et 1939, Diss. Lyon 1995; Orpheus im Exil 1995; MGG 12 (1965); Riemann 1961 u. 1975; DBEM 2003; F-A 2 (1978).
ARa