Aus musikalischem Elternhaus stammend, absolvierte er die Lehrerbildungsanstalt in Graz (Klavier-, Violin- und Orgelunterricht) und wirkte als Lehrer ab 1910 im Bezirk Tulln/NÖ und ab 1915 in Wien; 1915–18 Kriegsteilnehmer. Anschließend unterrichtete Sp. bis 1945 an Wiener Volksschulen. Daneben studierte er 1923–33 an der Wiener MAkad. bei J. Marx Komposition und hatte mit seinen Kompositionen auch bereits nationale und internationale Erfolge. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete sich der seit 1947 in Mödling lebende Sp. ganz der Musik und dem Komponieren. Sp.s Musik fußt auf einer freitonalen und dissonanzenreichen Harmonik, die bitonale und Quarten-Akkorde bevorzugt. In den 1960er Jahren galt er als der führende Komponist Niederösterreichs, 1959–72 war er Leiter der von ihm gegründeten Arbeitsgemeinschaft Niederösterreichischer Komponisten.
P: Prof.-Titel 1956; Ehrenmedaille der Mozartgemeinde Wien; Kulturpreis des Landes Niederösterreich 1962; Ehrenplakette f. Wissenschaft u. Kunst 1962; Ehrenring der Stadt Mödling 1962; Goldenes Ehrenzeichen f. Verdienste um das Land Niederösterreich 1967; Österr. Ehrenzeichen f. Wissenschaft u. Kunst 1968; Ehrenmedaille in Silber der Stadt Wien 1970; Mozartmedaille 1971.
W: 4 Symphonien, Suiten, Serenade, 11 Konzerte (u. a. 4 Klavier- u. 2 Violinkonzerte), Kammermusik (72 Werke f. versch. Besetzungen), ca. 100 Klavierstücke, Chöre, Lieder.
Schr: Stillstand bedeutet Tod in Kulturberichte aus Niederösterreich. Beilage der Amtlichen Nachrichten der N.Ö. Landesregierung 2.9.1962.
Lit: R. Stockhammer, N. Sp. 1973; MGG 12 (1965); R. Stockhammer in Heimatkundliche Beilage zum Amtsbl. der Bezirkshauptmannschaft Mödling 28/6 (1992); Goertz 1979; Kürschner 1954; W. Franke in Kulturberichte aus Niederösterreich. Beilage der Amtlichen Nachrichten der N.Ö. Landesregierung 1.6.1962; Erhart 1998; Riemann 1975; W. Szmolyan in ÖMZ 27 (1972) u. 38 (1983); ÖMZ 17 (1962), 189; F-A 1936 [Nachträge] u. 2 (1978); MGÖ 3 (1995); WStLA (Biographische Slg.)
ChF