Sittner, Hans
* 9.8.1903 Linz, † 9.5.1990 Wien. Beamter, Musikerzieher, Musikschriftsteller, Pianist.

1914–21 Klavierstudium am Bruckner-Konservatorium in Linz, 1921–25 an der MAkad. und 1925–27 an der Fachhochschule für Musik Wien. 1921–25 Jusstudium an der Univ. Wien (Dr. 1926). 1927–37 Konzeptsbeamter in Linz. 1937–40 Mitarbeiter im Unterrichtsministerium, 1940–43 in der niederösterreichischen Schulverwaltung, 1945 wieder im Unterrichtsministerium. Als Leiter der Abteilung für allgemeine Hochschulangelegenheiten leistete S. einen entscheidenden Beitrag zum Wiederaufbau des österreichischen Hochschulwesens. 1946–71 Leiter (ab 1949 Präsident), ab 1962 o. Prof. der MAkad. Wien.

Neben seiner Arbeit als Verwaltungsbeamter trat S. bis 1938 immer wieder als Konzertpianist, Kammermusiker und Klavierbegleiter auf. Darüber hinaus verfasste er zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften und fungierte als Juror bei nationalen und internationalen musikalischen Wettbewerben.

P: Prof.-Titel 1952; Komturkreuz (1954) u. Stern (1966) des Ordens vom Heiligen Sylvester, Vatikan; Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst I. Klasse 1959; Kommandeurkreuz des Ordens f. Kunst u. Wissenschaft, Frankreich 1961; Komturkreuz des Thailändischen Ordens des Weißen Elefanten 1964; Ehrenmitglied der MAkad. Wien 1966; Goldenes Ehrenzeichen f. Verdienste um das Land Wien 1968; Orden des Heiligen Schatzes II. Klasse, Japan 1968; Orden de Mayo (El Grado de Gran Official), Argentinien 1970; Orden Meritul Cultural I. Klasse, Rumänien 1970; Silberne Mozartmedaille der Internationalen Stiftung Mozarteum 1971; Ehrenmitglied zahlreicher Gesellschaften (u. a. Franz Schmidt-Gesellschaft, Mozartgemeinde Wien, Franz Schreker-Gesellschaft, Dt. Chopin Gesellschaft in Berlin, Royal Academy of Music in London).

Sch.: Aus Schriften u. Reden 1 (1963), 2 (1968), 3 (1973); Musikerziehung zw. Theorie u. Therapie 1974, Richard Stöhr: Mensch / Musiker / Lehrer 1965; zahlreiche musikalische Fachaufsätze in Ztg.en u. Fach-Zss. (v. a. in ÖMZ u. ME).

Lit: Sonderheft des Wr. Figaro 1983; NGroveD 17 (1980); Archiv MUniv. Wien.

LH