Erhielt seine Ausbildung am Konservatorium der GdM in Wien. 1883 ging er nach St. Andrä-Wördern, wo er Organist und Regens chori war. Er gab Musikunterricht und leitete die Musikkapelle und einen Männerchor. Wegen Differenzen mit dem Pfarrer, einem Anhänger des Cäcilianismus, quittierte er 1904 seinen Dienst an der Pfarrkirche. Sein Bruder? Franz (?–?) war Blasmusik-Kapellmeister in Tulln.
W: Kichenmusik (Messen, 3 Requien, Litanei, 3 Ave Maria, Tantum ergo f. 4-stimmigen Männerchor); Tanzmusik, Märsche (St. Andräer Feuerwehr-Marsch 1887).
Sein älterer Sohn Franz: * 2.7.1891 St. Andrä-Wördern, † 4.10.1963 Klosterneuburg/NÖ. Kapellmeister, Musiker, Musikpädagoge. Geprüfter Kapellmeister und in der Stummfilmzeit Dirigent des Orchesters im Burgkino (Wien I). Er unterhielt ab 1936 eine private MSch. in St. Andrä-Wördern, an der er alle Instrumente unterrichtete. Ferner leitete er die Blasmusik und ein Tanzorchester.
Lit: M. Brojer, Zur Situation der Musikpflege in St. Andrä-Wördern, Hausarb. Wien 1979; K. Schnürl, Die Kirchenmusik an der Pfarrkirche St. Andrä vor dem Hagental von 1730 bis 1997, 1997; Erhart 1998 u. 2002 [J. Sch.]; Heimatbuch der Markgemeinde St. Andrä-Wördern 1–2 (1986, 2002).
KSch