Musikunterricht bei Anny Hartmann. Ab 1940 Studien am Konservatorium der Stadt Wien (Klavier, Horn), Univ. Wien (Musikwissenschaft und Germanistik, Dr. 1949) und MAkad. (Komposition bei O. Siegl). Nach einigen Jahren Büroarbeit war Sch. Musiklehrer in St. Pölten, Krems/NÖ und Klosterneuburg/NÖ, zuletzt unterrichtete er Musikgeschichte am Wiener Musikgymnasium. Ab 1963 Lehraufträge für Musikpsychologie an der Wiener MAkad./MHsch. sowie für Notationskunde am Institut für Musikwissenschaft der Univ. Wien (bis 2002). In St. Andrä-Wördern leitete Sch. den Chor des Musik- und Gesangvereines, für den er zahlreiche Chorsätze schrieb. Immer noch (2005) wirkt er als Organist an der Pfarrkirche St. Andrä vor dem Hagental. Seine Frau Maria Sch. (* 22.12.1923 St. Andrä) war als Musikpädagogin tätig. Sein Bruder Adolf (* 19.2.1927 Wördern) ist seit 1975 Regens chori der Pfarrkirche St. Andrä, war Vorstand des dortigen Musik- und Gesangvereins und gründete eine Vereins-MSch. Auch dessen Frau Edith (* 9.7.1932 Wördern) war Musiklehrerin; deren Söhne Adolf jun. (* 20.6.1952 Wien, † 13.11.2004 Tulln), Wolfgang (* 9.10.1957 Wien) und Gottfried (* 5.8.1963 Wien) waren/sind ebenfalls musikalisch tätig.
P: Oberstudienrat 1984; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1990; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich 1994; Ehrenring der Marktgemeinde St. Andrä-Wördern 1994; Ehrenzeichen vom Hl. Hippolyt in Bronze der Diözese St. Pölten 1999; mehrere Ehrenmitgliedschaften (AGMÖ, Hagenthaler Kulturkreis).
W: Chöre, Lieder; Fanfaren.
Schr: Die Variationstechnik in den Choral-Cantus firmus-Werken Palestrinas, Diss. Wien 1949; Das alte Musikarchiv der Pfarrkirche St. Stephan in Tulln 1964 (TMA 1); gem. m. G. Schwertberger/H. Wieninger, Klangwelt–Weltklang. Musik-Lehrbuch für die Oberstufe, 2 Bde. 1991/93; 2000 Jahre abendländische Musikschriften. Eine Einführung in die Notationskunde 2000. – Ausg.n: Wr. Lautenmusik im 18. Jh. (DTÖ 84 [1966]); gem. m. H. Sinabell/H. Zawichowski (Hg.), Lieder aus dem Tullnerfeld. Aus der Slg. L. Bergolth 1992.
Lit: Ch. Gürtelschmied in ME 48/12 (1994), 91; E. Heilinger et al. (Hg.), Heimatbuch der Markgemeinde St. Andrä-Wördern 2 (2002), 80; R. Böhm in ME 58/12 (2004); pers. Mitt. K. Sch.
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