Der Sohn eines Lehrers war zunächst ebenfalls als Lehrer tätig. 1841 ist er als „Hof- und Musikmeister“ am Konvikt des Stiftes Melk nachweisbar. 1842–46 war er Direktor und Lehrer (für Gesang, Violine, Klavier und Generalbass) an der MSch. des Musikvereins St. Pölten, wo er 1842 den Männergesang im Gesang- und Musikverein einführte. 1846 trat er eine Stelle als 1. Violinist und Lehrer (auch für Gesang) am Dom-Musik-Verein und Mozarteum Salzburg an. 1847–50 war er auch Mitglied der Salzburger Liedertafel. Seine Frau Walburga, geb. Berger (* ?, † 12.3.1868), trat u. a. als Sängerin auf.
G: Gedenkstein am Salzburger Friedhof St. Sebastian, errichtet von der Salzburger Liedertafel.
W: Kirchenmusik (Messen u. a.), Opern Die Rose von Hallwyl (T: Hermann Brechtl nach August v. Kotzebue, UA 1868 Salzburg) und Der Biberhof (unaufgeführt), Männerchöre, Lieder, Gesangsübungen, Klavieretüden.
Lit: ÖBL 10 (1994); Wurzbach 31 (1876); Schneider 1935; J. E. Engl, Gedenkbuch der Salzburger Liedertafel 1872 zum 25jährigen Stiftungsfeste am 22. November 1872 [1872], 241, 295f; K. Picker, Beiträge zur Kenntnis der Kirchenmusik in Salzburg zwischen 1850 und 1950, Diss. Innsbruck 1957; F-A 1936 [Johann Sch.]; Weissenbäck 1937 [Johann Sch.]; MGG 11 (1963), 1326 [Salzburg: Johann Sch.]; C. M. Gruber, Opern-UA.en 2 (1977); Stieger III/3 (1978); Slg. Moißl.
HR/BB