Schmid, Carl
* 9.4.1825 Uerkheim, Kanton Aargau/CH, † 25.4.1873 Wien. Sänger (Bass).

Der Sohn eines Pastors promovierte in Prag als Dr. med., ließ dann seine Stimme ausbilden und debütierte 1852 am Prager Landestheater als Sarastro. In derselben Partie gastierte er 1855 am Kärntnertortheater, das ihn sofort engagierte. 1868 wurde Sch. versehentlich von einem Jäger angeschossen und schwer verwundet. Von diesem Unglück konnte er sich nicht mehr erholen, er starb in geistiger Zerrüttung. Seine als gewaltig beschriebene Stimme umfasste mehr als zwei Oktaven.

P: k. k. österr. Kammersänger.

Lit: Wurzbach 30 (1875); Kosch 3 (1992); Eisenberg 1903; K-R 1997; J. Stern, Das Hof-Operntheater, 2 Bde. [o. J.]; M. Jahn, Die Wr. Hofoper von 1848 bis 1870, 2002; ÖBL 10 (1994); T. Helm, Fünfzig Jahre Wr. Musikleben (1866–1916), 1974.

MJ