Erhielt ab dem 6. Lebensjahr Musikunterricht und war vier Jahre am Salzburger Domsingknaben-Institut (unter J. J. Fuetsch). Danach ging er nach Linz und war hauptberuflich Verwaltungsbeamter in Oberösterreich; als Leiter von Strafanstalten musizierte er mit den Häftlingen und erprobte so die Möglichkeiten der Musiktherapie. Daneben setzte er seine Studien bei R. Führer fort. 1845 war S. Mitbegründer der Liedertafel Frohsinn in Linz. 1870 ging er in den Ruhestand. Später war er in Salzburg Chorleiter der Erzabtei St. Peter, Sekretär des Dom-Musikvereins und Mozarteums sowie Präses des Cäcilienvereins.
P: Ehrenmitglied zahlreicher Musik- und Gesangvereine im In- und Ausland.
W: Oratorium Das Grab des Herrn 1860; Messen; Männerchöre (Tanzlied); Lieder; Operetten (Der Fürst der Berge, Der Sergeant als Braut 1869); Klavierstücke. – Nachlass: Salzburg, St. Peter.
Schr: Hb. der Tonsetzkunst 1866; Winke über die Figuration der Violine [o. J.]. – Hg. von Lieder-Slgn. wie Die dt. Liederhalle.
Lit: ÖBL 9 (1988); Wurzbach 28 (1874); Salzburger KulturL 2001; DBEM 2003; Weissenbäck 1937; F-A 1936; R. Fischer (Hg.), Dt. Chormeisterbuch 1925; Flotzinger 1988; MGÖ 3 (1995).
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