Sein Sohn
Richard: * 17.9.1855 Graz, † 30.4.1931 Bückeburg/D. Violinvirtuose, Dirigent, Komponist. Erster Violinunterricht durch seinen Vater, ferner bei Ferdinand Kasper (1861–68), Klavier bei Cölestin Hope und Kuno (Cuno) Heß sowie Komposition bei W. Mayer-Rémy, 1868–72 Studium am Leipziger Konservatorium bei Engelbert Röntgen und Ferdinand David. 1873 Debüt am Leipziger Gewandhaus, Tourneen. 1875/76 Konzertmeister der Hofkapelle Bückeburg, 1876/77 im Musikverein in Göteborg/S, 1878–80 1. Geiger im Orchester der Wiener Hofoper. 1880/81 mit W. Kienzl und der Sängerin A. Orgéni Konzertreisen nach Ungarn und Deutschland. 1882–88 [StMl: 1884] Konzertmeister im königlichen Theaterorchester Hannover/D, gründete hier ein Streichquartett und leitete den Rich.-Wagner-Verein . 1888–1919 Hofkapellmeister in Bückeburg, auch Leitung der Fürstlichen Orchesterschule (seit 1914 Orchester-Hsch. des Verbandes Deutscher Kapellmeister). S. galt als glänzender Virtuose, absolvierte zahlreiche Gastspielreisen als Dirigent, Solist und Kammermusiker und trat auch als Komponist hervor. Er war mit der Konzertsängerin Erfling verheiratet.
P: Prof. 1895.
W: Virtuose Violinwerke (Rumänische Rhapsodie), Klaviermusik, Lieder.
Lit: ÖBL 9 (1988); StMl 1962–66; DBEM 2003; J. W. Wasielewski, Die Violine und ihre Meister 1920; F-A 1936; Mitt. Archiv MUniv. Graz.
BB