Seine militärische Karriere begann bereits 1719 in Italien. S.-H. avancierte bald zu einem engen Vertrauten Prinz Eugens und K. Karls VI.; bereits in den Türkenkriegen nur mäßig erfolgreich, musste er im Siebenjährigen Krieg ernste Niederlagen einstecken, sodass er sich ab 1757 von der Heeresführung zurückzog. S.-H. galt als Bonvivant und hatte 1738 Anna Victoria von Savoyen-Soissons, die Erbin Prinz Eugens geheiratet. Er brachte das Geld seiner Frau durch, 1744 verhalf ihr Maria Theresia zur Scheidung, doch verblieb Schlosshof/NÖ in den Händen von S.-H. Er veranstaltete ab den 1750er Jahren im Winter in seinem Palais (heute Palais Auersperg, Wien VIII) regelmäßig Akademien unter der Leitung von J. Bonno, später Ch. W. Gluck (für Schlosshof schrieb Gluck 1754 Le Cinesi); 1761 löste S.-H. seine Kapelle, der auch der junge C. Ditters v. Dittersdorf angehörte, auf.
Lit: G. Mraz, Prinz Eugen 1985; Wurzbach 28 (1874); MGÖ 2 (1995); A. Einstein, Gluck 1987.
ETH