Tochter des aus Ginzersdorf im Weinviertel/NÖ stammenden Lehrers Franz Hofmeister, der seit ca. 1840 als Lehrer in Gumpoldskirchen tätig war und 1841 Oberlehrer sowie Regens chori an der Pfarrkirche St. Michael wurde. A. S.-H. erhielt ersten Gesang- und Violinunterricht vom Vater, am Konservatorium der GdM studierte sie 1864–66 zunächst Violine bei G. Hellmesberger d. Ä., dann Gesang bei Adele Passy-Cornet; anschließend Privatunterricht bei H. Proch (bis 1871). Ihr Operndebüt gab sie 1871 in Olmütz (Olomouc/CZ), danach folgten Engagements in Würzburg/D (1871/72), Frankfurt am Main/D (1872–76), an der Berliner Hofoper (1876–78 und 1882–88), in Dresden/D (1878–80; auch Studien bei Giovanni Battista Lamperti) und Leipzig/D (1880–82). 1880 gab sie ein Gastspiel an der Wiener Hofoper, 1884 auch in London. Nach ihrem Bühnenabschied lebte sie als viel gefragte Gesangpädagogin mit ihrem Mann (seit 1878), dem Sänger Max S. (* 6.5.1847 Berlin, † 27.3.1913 Berlin), in Berlin.
P: königlich-preußische Kammersängerin 1884.
Lit: ÖBL 9 (1988); J. Hagenauer, 850 Jahre Gumpoldskirchen 1140–1990, 1990, 284–286; J. Hagenauer in Heimatkundliche Beilage zum Amtsbl. der Bezirkshauptmannschaft Mödling 22/4 (1986); J. Hagenauer, Gumpoldskirchen 1800–1950, 2000, 66f; J. Hagenauer, Gumpoldskirchen. Eine Dt.-Ordens-Pfarre im Weinland 2002, 121f; K-R 1997 u. 2000; DBEM 2003; Kosch 3 (1992); Riemann 1929; Eisenberg 1903; F-A 1936; Ulrich 1997 [S-H., Romanowsky].
ChF