Zunächst (ab 1931) Lehrer, daneben nach Ausbildung bei Josef Heidegger (Orgel), L. Janáček und Philipp Jarnach (Komposition) sowie C. Frotzler (Klavier) auch musikalisch tätig, u. a. als Theaterkapellmeister in verschiedenen böhmischen Städten, als Pianist und Kritiker. Während des Zweiten Weltkriegs war er Studienrat in Duisburg/D und Wien, wo er das Lehrer-Symphonieorchester und den Sängerbund dirigierte, seit 1945 freischaffend tätig, zunächst in Wien, seit 1954 in Linz. Er war verheiratet mit der Sängerin Thea Honsig (?–?).
P: Masaryk-Preis 1935; Musikförderungspreis der Stadt Duisburg 1939; Theodor-Körner-Preis der Stadt Wien 1963 u. 1971; Arbeitsstipendium von Oberösterreich 1970; J. W. Stamitz-Preis der Künstlergilde Esslingen/D 1971; Kulturpreis der Sudetendt. Landsmannschaft 1971; Österr. Staatspreis; Prof.-Titel; zahlreiche Auszeichnungen seiner Kompositionen für Kulturfilme.
W: Oratorium Dialoge zum Frieden 1967; 9 Opern (Der Traum des Ovid 1967; Liebelei nach Arthur Schnitzler 1972); 2 Operetten; 12 Ballettmusiken (Die rosarote Nelke 1967); 5 Schauspiel- bzw. Revuemusiken; Hörspielmusiken; Orchesterwerke; Kammermusik; Kantaten; Gesänge mit Instrumentalbegleitung.
Schr: Meine Erinnerungen an L. Janáček in ME 42 (1988/89).
Lit: LdM 2000 [mit WV]; M. Wöss in Österr. Kulturbericht 19 (1965); Kosch 3 (1992); F-A 2 (1978); Ulrich 1997; Slg. Moißl.
UH