Rostal, Max
* 7.8.1905 Teschen/Österreichisch Schlesien (Těšín/CZ), † 6.8.1991 Bern. Geiger, Violinpädagoge.

Erste Auftritte als Wunderkind mit sechs Jahren, Konzertreisen. 1915–20 nahm er Geigenunterricht bei A. Rosé, 1920–25 studierte er in Berlin an der MHsch. Komposition und bei C. Flesch Violine. Nach einer Anstellung als Konzertmeister in Oslo wurde er 1928 Fleschs Assistent und 1930 Prof. an der Berliner MHsch. 1933 musste R. nach London emigrieren (Exil), wo er 1944–58 an der Guildhall School of Music unterrichtete ( Amadeus-Quartett ). 1957–82 lehrte er in Köln/D und gleichzeitig in Bern (bis 1985). 1960–73 war er Mitglied eines Klavier-Trios. Zahlreiche internationale Konzertreisen und Meisterkurse. Er förderte die 1972 in Graz von Marianne Kroemer gegründete European String Teachers Association (ESTA).

P: Mendelssohn-Preis Berlin 1925; Commander of the Order of the British Empire 1977; Musikpreis der Stadt Bern; Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Schr: Ludwig van Beethoven. Die Sonaten für Klavier und Violine. Gedanken zu ihrer Interpretation 1981,21991.

Lit: MGG 16 (1979); Riemann 1961 u. 1975; NGroveD 21 (2001); DBEM 2003; InterpretenL 1992; Orpheus im Exil 1995; www.esta-int.com/_D/index.html (10/2003). – Nachlass: Univ. der Künste, Berlin.

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