War 1869–72 Kapellknabe in Salzburg und sang auch an St. Peter und an der Franziskanerkirche, wo er Instrumentalunterricht von P. P. Singer erhielt. Nach Absolvierung der Realschule und des Mozarteums wechselte er an die königliche MSch. nach München/D, um Gesang und dramatische Darstellung zu studieren (1877/78). Zu Beginn seiner Karriere trat R. v. a. als Schauspieler in Straßburg (Strasbourg/F), Metz/F, Luxemburg und Frankfurt am Main/D auf. 1881–91 gehörte er als Sänger dem Hamburger Stadttheater an, 1889 debütierte er an der Wiener Hofoper, an die er 1891 engagiert wurde. 1906 zog er sich zurück.
P: Große Silberne Rettungsmedaille (Hamburg 1883).
Marie (geb. Goetze/Götze): * 2.11.1865 Berlin, † 18. [Kosch: 16.] 12.1922 Berlin. Sängerin. Trat im Alter von 16 Jahren in das Stern-Konservatorium in Berlin ein, wo sie bei Jenny Meyer Gesang studierte; weitere Ausbildung bei Désirée Artôt de Padilla. 1884 gab sie ihr Debüt an der Kroll-Oper in Berlin, 1885/86 Mitglied der Berliner Hofoper. 1886–90 sang sie in Hamburg/D und 1890/91 in New York/USA. Gastspiele führten M. R. u. a. nach Russland, England und 1891 an die Wiener Hofoper. 1892–1920 war sie in Berlin engagiert.
P: Kammersängerin.
Lit: ÖBL 9 (1988); K-R 1997 [R., Goetze], 2000 [Goetze] u. 2002; DBEM 2003 [R., Goetze]; Kosch 3 (1992); Eisenberg 1893 u. 1903 [R., Goetze]; F-A 1936; Kosel 1902; W. Beetz, Das Wr. Opernhaus 1869 bis 1945, 1949, 78; UIrich 1997 [R., Götze].
ChF