Studierte an der Wiener MAkad. Klavier, Horn sowie Schlagzeug und legte auch die Kapellmeisterprüfung ab. In den 1920er Jahren wirkte er als Theaterkapellmeister in Bischofshofen/Sb, danach war er hauptberuflich Gemeindebeamter in Bad Gastein/Sb. Daneben Tätigkeiten als Dirigent, Organist und Chorleiter in Bad Gastein, Bad Hofgastein/Sb und Böckstein. R. setzte sich v. a. für die musikalische Bildung der Jugend ein. Seine Frau Annie († 1984), eine bekannte Gasteiner Heimatdichterin, schuf einige Libretti für ihn.
P: Ehrenpreis der Bürgermusikkapelle Bad Gastein.
W: über 320; Messen, Operette (Orientrausch), Singspiele (Das verlorene Englein), Lieder (Gasteinerlied), Ouvertüren, Potpourris; Arrangements f. Blasmusik.
Sein Sohn Wolfgang: * 4.9.1928 Bischofshofen. Kapellmeister, Musiklehrer, Komponist. Besuchte das Mozarteum in Salzburg, wo er Klarinette, Klavier und Kontrabass studierte. 1949–51 unterrichtete er an den Salzburger Volksmusikschulen, anschließend war er bis 1962 als Berufsmusiker in verschiedenen Kapellen in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden tätig (z. T. auch mit einer eigenen Kapelle). 1962–77 weiterhin Orchestermusiker und 1973–77 Musiklehrer am Volksbildungswerk in Schloß-Neuhaus/D. Ab 1977 ständig in Deutschland lebend, wirkte W. R. dort als Musiklehrer an der Jugend-MSch. Bretten und Dirigent verschiedener Kapellen.
W: Messen, Tanzmusik, Lieder, Klaviersonaten, Stücke f. versch. Bläserbesetzungen, Akkordeon-Soli; Arrangements f. Streich- u. Blasorchester.
Lit: Lang 1986; Suppan 1994; F-A 2 (1978).
ChF